Praxisanleiter Rettungsdienst
Fortbildungsplanung für Ihre Rettungsdienstschule
Unsere berufspädagogischen Angebote für Praxisanleiter im Rettungsdienst verbinden Rechtssicherheit mit Praxisnähe:
-
Gesetzlich anerkannt: Konsequent ausgerichtet auf die Vorgaben der NotSanAPrV.
-
Didaktisch fundiert: Wir vermitteln Methoden und konkrete Tools, die im Einsatzalltag wirklich funktionieren.
-
Prüfungsorientiert: Für effektives Lernen und sichere Abschlüsse.
Wir machen pädagogische Aus- und Fortbildung nutzbar – für mehr Qualität in der Ausbildung.
Sie suchen maßgeschneiderte Lösungen? Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit Dennis Tefett.
Fortbildungen für Ihre Praxisanleitungen
Wir bieten mehr als nur Standard: Neben der klassischen Ausbildung und berufspädagogischen Fortbildungen erhalten Sie bei uns erprobte Arbeitsmaterialien für die direkte Umsetzung am Lernort Rettungswache und Schule. Erwerben Sie vollständige Unterrichtsbausteine, Checklisten, Fallvignetten, Ablaufpläne für Simulationen sowie Feedbackbögen und Präsentationsvorlagen. Damit sind Sie in der Lage, eigenständig hochwertige Lerneinheiten anzubieten. Wünschen Sie Entlastung? Dann übernehmen wir gerne die komplette Durchführung für Sie.
Unsere buchbaren Optionen im Überblick
Wir passen uns Ihrem Bedarf an, von fertigen Materialien bis zum Full-Service:
-
Pflichtfortbildungen für Praxisanleitungen: Kompakt, zertifiziert und garantiert rechtssicher.
-
Refresher-Kurse: Fokus auf Methodik, Kommunikation und aktuelle rechtliche Updates.
-
300-Stunden-Weiterbildung: Das Komplettpaket inkl. Planung, Organisation und Durchführung.
-
Modulares System: Wir übernehmen gezielt einzelne Themenbereiche und integrieren diese nahtlos in Ihr internes Jahresprogramm.
-
Lizenzierte Arbeitsmaterialien: Professionelle Unterlagen, direkt einsetzbar, auf Wunsch mit persönlicher Einweisung.
Durchführung und Formate: Inhouse & Digital
Maximale Flexibilität für Ihren Dienstplan: Aktuell bieten wir alle Fortbildungen als Inhouse-Schulungen bei Ihnen vor Ort oder als interaktives Digital-Format via Zoom an. Inhalte, Termine und den zeitlichen Umfang stimmen wir exakt mit Ihnen ab, damit Ihr Betrieb zuverlässig weiterläuft.
Hilfe bei kurzfristigem Bedarf
Sie benötigen eine schnelle Lösung? Sprechen Sie uns direkt an. Wir prüfen unkompliziert, ob wir Ihre Mitarbeitenden in laufende Kurse integrieren oder kurzfristig Kapazitäten schaffen können.
Ziel und Nutzen
Unser Ziel ist es, Ihre Praxisanleitungsteams nachhaltig zu stärken. Wir setzen auf klare Konzepte, praxiserprobte Methoden und Materialien, die im Rettungsdienst-Alltag sofort Wirkung zeigen.
Ihr individuelles Angebot
Schreiben Sie an info@refresher-zentrum.de. Sie erhalten ein transparentes, verbindliches Angebot mit Leistungsbeschreibung, Terminvorschlag und einer Preisübersicht.
Social Media
Praxisanleiter im Rettungsdienst: Berufspädagogische Fort- und Weiterbildung
Wir begleiten Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter nicht nur bei der Weiterbildung, sondern auch mit anerkannten Pflichtfortbildungen.
Dieser Fachartikel vertieft zentrale Inhalte der Praxisanleitung im Rettungsdienst und zeigt auf, wie Sie Lernprozesse im Einsatzdienst wirksam planen, begleiten und auswerten. Er dient als praxisnahes Fundament für alle, die ihre Rolle schärfen und die Qualität der Anleitung im Alltag sichtbar steigern wollen.
Ob Sie neu in der Rolle sind oder bereits umfangreiche Erfahrung mitbringen: Hier finden Sie eine kompakte Orientierung zu Lernzielen, Methoden, rechtlichen Vorgaben (NotSanAPrV), Prüfungsvorbereitung sowie zur Zusammenarbeit zwischen Schule, Lehrrettungswache und Rettungswache. So nutzen Sie Pflichtfortbildungen und weiterführende Qualifizierungen gezielt, um Kompetenzen im Team nachhaltig zu entwickeln.
Unser Angebot: Wir bieten Online-Pflichtfortbildungen, Refresherkurse und die berufspädagogische Ausbildung (300 Stunden) an. Zusätzlich unterstützen wir bei Curriculum Design, Inhouse-Schulungen und der Konzeption von Weiterbildungsmaßnahmen.
Rolle und Aufgaben: Was macht ein Praxisanleiter im Rettungsdienst?
Praxisnah lernen erfordert Menschen, die Orientierung geben, reflektieren und Entwicklung möglich machen. Genau hier setzt der Praxisanleiter an. Er ist das entscheidende Bindeglied zwischen schulischer Ausbildung und praktischer Realität sowie zwischen Schule und Einsatzdienst.
Im Zentrum steht das Anleiten als strukturierter Prozess, der Lernwege öffnet, Sicherheit gibt und Qualitätsstandards in der Versorgung stärkt. Wer als Praxisanleiter*in tätig ist, begleitet Ausbildungsphasen verlässlich, schafft Lerngelegenheiten und sorgt dafür, dass Lernziele transparent und erreichbar sind.
Die Kernkompetenzen der Praxisanleitung
In dieser Rolle verbinden sich pädagogisch fundiertes Vorgehen und fachlich souveränes Handeln. Praxisanleitende fördern Reflexion, setzen klare Standards und machen Kompetenzen sichtbar, damit Fortschritte nicht nur gefühlt, sondern auch messbar sind. Sie helfen, Lernerfahrungen zu ordnen und die berufliche Handlungskompetenz der Lernenden gezielt auszubauen. Weil die Einsatzrealität herausfordernd ist, braucht es Menschen, die beurteilen und bewerten können, die Lernräume eröffnen und zugleich Sicherheit geben.
Ein typischer Tag beginnt mit der Planung von Lerngelegenheiten, die sich an der realen Einsatzlage orientieren:
-
Kurze Briefings vor dem Einsatz
-
Vereinbaren von Beobachtungsaufgaben
-
Auswahl konkreter Tätigkeiten unter Anleitung
-
Strukturierte Nachbesprechung mit Fokus auf Stärken und Entwicklungsfelder
Rahmen und Haltung prägen die Qualität der Begleitung. Wer echtes Interesse am Gegenüber zeigt, zuhört und Entwicklung ernst nimmt, schafft eine Atmosphäre, in der Fragen willkommen sind und Fehler als Lernchancen gesehen werden.
Weiterbildung zum Praxisanleiter: Zielgruppe und Inhalte
Die Weiterbildung richtet sich an erfahrene Kolleginnen und Kollegen (Notfallsanitäter), die künftig als Praxisanleiter*in Verantwortung übernehmen wollen. Sie baut auf der Berufspraxis auf, vermittelt eine berufspädagogische Zusatzqualifikation und folgt einem klaren Weiterbildungskonzept.
Ziel ist es, zu qualifizieren, damit Lernprozesse professionell geplant, begleitet und ausgewertet werden können. Dazu gehören Fortbildung, Transferaufgaben im Alltag und die Fähigkeit, Auszubildende individuell zu unterstützen.
Erfolgsfaktoren der Qualifizierung
Gute Programme setzen auf Sozialkompetenz, Kommunikationsstärke und Kompetenzentwicklung. Sie machen transparent, wie Lernschritte dokumentiert werden, welche Nachweise erforderlich sind und welche Weiterbildungsmaßnahmen die eigene Rolle stärken.
Beispiel aus der Qualifizierung: In einem Training planen Teilnehmende eine kurze Lehrsequenz zur sicheren Medikamentenvorbereitung. Sie definieren Ziel und Ablauf, führen die Sequenz im Rollenspiel durch und holen strukturiertes Feedback ein. Am Ende stehen konkrete Hinweise, wie Sprache, Einstellungen und Ablauf noch klarer werden können.
Lernziele planen und Ergebnisse sichern
Ein tragfähiges Lernkonzept beginnt mit einem präzisen Lernziel und überprüfbaren Lernergebnissen. Die Planung berücksichtigt den rettungsdienstlichen Kontext, die Voraussetzungen der Beteiligten und die reale Versorgungssituation. Dabei gilt es, handlungsorientierte Szenarien zu entwickeln, in denen die Lernenden praktisch üben und reflektieren können. Das gelingt, wenn Methoden und Techniken bewusst gewählt und Anleitungs- sowie Instruktionsverfahren konsequent angewandt werden.
Ein Teil der Vorbereitung bleibt theoretisch, doch das Lernen geschieht im Tun. Die Rolle der Praxisbegleitung besteht darin, Aufgaben so zu strukturieren, dass eine eigenständige Ausführung möglich wird und zugleich die Sicherheit aller gewährleistet ist.
Instrumente für die effektive Planung
Gute Ziele sind spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert (SMART). Zur Planung gehören geeignete Materialien:
-
Beobachtungsbögen für Kernfertigkeiten
-
Kurzleitfäden für Feedbackgespräche
-
Portfolios zur Dokumentation von Aufgaben und Reflexionen
-
Rotationspläne mit Schwerpunkten und Zeitfenstern
-
Leitfragen für die Selbstreflexion nach Einsätzen
Auch die Fehlerkultur ist Teil der Planung. Sie macht transparent, wie mit Irrtümern umgegangen wird und wie aus Missgeschicken Lernfortschritte entstehen.
Theorie-Praxis-Transfer: Die Verzahnung der Lernorte
Eine tragfähige Konzeption zeigt die Verbindung zwischen dem theoretischen Fundament und dem Üben im Einsatz. Sie schafft die Brücke, auf der Theorie und Praxis zusammenfinden. Wichtig ist der theoretische und praktische Unterricht als abgestimmter Prozess mit der Ausbildung an der Schule.
Die Schule mit der praktischen Ausbildung zu verzahnen, ist Kern des Gelingens („Lernortkooperation“). Hier werden schulische Ausbildung und praktische Umsetzung planvoll verknüpft, etwa durch gemeinsame Fallkonferenzen, Mentoring und klare Rotationspläne. Eckpfeiler sind definierte Lernziele, realistische Übungssettings und die sorgfältige Begleitung im Arbeitsalltag.
Qualitätssicherung in der Ausbildung
Qualitätssicherung heißt, Ergebnisse sichtbar zu machen und gemeinsam zu verbessern. Regelmäßige Hospitationen, Peer Reviews und kurze Auswertungen nach Trainingsphasen helfen, Stärken zu nutzen. Ein gemeinsamer Qualitätszirkel, der Ergebnisse sammelt, Erfahrungen auswertet und Anpassungen empfiehlt, sichert die Weiterentwicklung des Systems.
Anleiten an der Lehrrettungswache vs. Rettungswache
Der Lernort Einsatzdienst liefert dichte Erfahrungen. Besonders an der Rettungswache werden Routinen erlebbar, die für die spätere eigenständige Ausführung zentral sind. Lehrsettings in der Lehrrettungswache ermöglichen hingegen vertieftes Üben, systematisches Feedback und das Training seltener Situationen. Beides ergänzt sich, denn nur die Kombination aus Routine und besonderer Lage bildet die Vielfalt der Notfallmedizin ab.
Methoden im Einsatzalltag
Konkrete Praxisaufgaben, begleitete Reflexion und die strukturierte Dokumentation fördern belastbare Kompetenzen. Rotationspläne legen fest, welche Einsatzsituationen gezielt aufgesucht werden. Praxisnahe Fallbesprechungen mit Fokus auf klinische Entscheidungsfindung vertiefen Inhalte und stärken Sicherheit. Sie schaffen einen geschützten Raum, in dem komplexe Situationen in Ruhe analysiert und alternative Handlungswege erarbeitet werden.
Zusammenarbeit mit der Rettungsdienstschule
Gute Ausbildung lebt von der engen Zusammenarbeit mit der Schule. Sie verbindet die Perspektiven der Rettungsdienstschule und der Notfallsanitäterschule mit den Lernorten im Einsatzdienst. Die schulische Seite plant den Curriculumsprozess, der Praxisbereich setzt um. Auf dieser Grundlage werden Lernziele strukturiert, Nachweise geführt und Entwicklungsgespräche terminiert.
Das Ergebnis: Eine belastbare Koordination, die alle Beteiligten entlastet und die Qualität der Begleitung erhöht. Die gemeinsame Entwicklung eines Jahresplans schafft Orientierung. Er bündelt Termine, Meilensteine und Verantwortlichkeiten und macht deutlich, wie Lernen im Kalenderjahr verankert ist.
Prüfungen: Vorbereitung, Durchführung und Recht
Die praktischen Prüfungen bilden die Vielfalt realer Situationen ab. Zur Abschlussprüfung gehören eine vorbereitende Phase, strukturierte Fallaufgaben und ein geprüftes Bewertungsverfahren. Eine gute Prüfungsvorbereitung schärft den Blick auf die Begründung von Entscheidungen und stärkt die Sicherheit im Umgang mit komplexen Lagen.
Fallbeispiel Prüfungsvorbereitung: Eine Lernende bereitet sich auf eine komplexe Einsatzlage vor. In der Simulation wird sichtbar, dass sie die erste Einschätzung sicher beherrscht, aber Prioritäten verliert. Gemeinsam mit der Begleitung wird die Abfolge analysiert. In der nächsten Übungsrunde bleibt der Fokus stabil, Entscheidungen werden klarer begründet.
Rechtlicher Rahmen (NotSanG & NotSanAPrV)
Der rechtliche Rahmen ist präzise beschrieben. Zentral sind:
1. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSanAPrV)
2. Notfallsanitätergesetz (NotSanG)
Besonders wichtig ist § 3 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung, der Lernorte, Begleitaufgaben und Nachweise beschreibt. Wer Zuständigkeiten kennt, kann gezielt nachfragen und Entscheidungen zügig herbeiführen. Das entlastet alle Beteiligten.
Methodenkompetenz: Was hilft beim Anleiten wirklich?
Wirksame Begleitung setzt auf Methoden und Techniken, die zum Setting passen und Sicherheit geben. Dazu zählen Anleitungs- und Instruktionsverfahren (z.B. 4-Stufen-Methode), strukturierte Feedbackschleifen und klare Zielvereinbarungen.
Praktischer Praxischeck für Anleiter:
-
Vor dem Einsatz: Kurz Ziele klären und Verantwortlichkeiten benennen.
-
Während des Einsatzes: Beobachtungsaufgaben verteilen; Signale für „Stop“ oder „Go“ vereinbaren.
-
Nach dem Einsatz: Fokussierte Auswertung (Was lief gut? Was war herausfordernd? Was nehme ich mit?).
-
Dokumentation: So schlank wie möglich, so präzise wie nötig.
Coachingelemente wie Zielvereinbarung, kurzes Zwischenfeedback und eine Abschlussreflexion bilden die Klammer des Lernprozesses.
Entwicklung zur Handlungskompetenz
Die Ausbildung zielt darauf, Auszubildende zur eigenständigen Tätigkeit zu befähigen. Im Mittelpunkt steht die Handlungskompetenz, die sich in realen Situationen bewähren muss. Selbstwirksamkeit entsteht, wenn Lernende erleben, dass ihr Tun Wirkung hat. Mit wachsender Erfahrung verlagert sich der Fokus vom reinen Wissensaufbau auf das sichere Entscheiden in komplexen Situationen (Clinical Reasoning). Begleitung unterstützt diesen Prozess, indem sie hilft, Muster zu erkennen und Entscheidungen transparent zu begründen.
Lehrgangskosten und Ablauf der 300 Stunden Weiterbildung
Wer die Rolle übernimmt, absolviert einen Lehrgang, dessen Umfang in vielen Programmen mit 300 Stunden bzw. 300 Unterrichtseinheiten benannt wird. Daraus ergeben sich Lehrgangskosten, die regional und nach Träger variieren können.
Die Inhalte orientieren sich an den Anforderungen in rettungsdienstlichen Ausbildungsberufen. Zur organisatorischen Umsetzung gehören verlässliche Zeitfenster, ein klarer Ablauf und die Absprache, wie Praxisphasen, Hospitationen und Reflexionsgespräche getaktet sind. Budgetfragen lassen sich besser lösen, wenn früh Klarheit über Aufgaben, Inhalte und Zeiten besteht.
Fazit und Ausblick
Abschließend lässt sich festhalten: Professionelle Begleitung lebt nicht vom Zufall, sondern von klaren Zielen, passenden Formaten und gelebter Zusammenarbeit. Wenn Planung, Durchführung und Auswertung aus einem Guss sind, trägt das Lernen dauerhaft.
Hinweis für die Praxis: Jedes Team, jeder Standort und jede Situation ist anders. Wer die eigenen Rahmenbedingungen genau kennt und die beschriebenen Bausteine daran anpasst, erhöht die Chance, dass Lernen wirklich ankommt und die Arbeit nachhaltig leichter macht.
Wichtiges auf einen Blick
-
Rolle: Verbindung aus Pädagogik und fachlicher Souveränität.
-
Konzept: Gute Programme folgen einem klaren Weiterbildungskonzept.
-
Methodik: Anleiten gelingt mit Instruktionsverfahren und Kommunikationskompetenz.
-
Netzwerk: Enge Abstimmung mit Schule und Einsatzdienst verzahnt Theorie und Praxis.
-
Prüfung: Transparente Vorbereitung und Auswertung nach NotSanAPrV.
Unsere Leistungen für Ihre Praxisanleitung
Wir unterstützen Sie mit maßgeschneiderten Lösungen für den Rettungsdienst:
-
Zertifizierte Weiterbildungen zur Praxisanleitung (300 Stunden): Praxisnah konzipiert für angehende Praxisanleitende.
-
24 Stunden Refresher-Kurse: Jährlich aktualisierte Pflichtfortbildungen mit Fokus auf aktuelle Notfallstandards und moderne Didaktik.
-
Anerkannt gemäß § 3 NotSanAPrV: Rechtlich konform und von erfahrenen Dozenten begleitet.
-
Rechtssicherheit: Inhalte stets auf dem neuesten Stand der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.
-
Kollegialer Austausch: Diskussion realer Einsatzszenarien und kollegiale Beratung (Intervision).
-
Consulting & Inhouse: Organisationsanalyse, Jahresplanung und individuelle Curricula für Rettungsdienstschulen.
Fachartikel & Materialien zum Download
Unsere kostenlosen Fachmaterialien unterstützen Ihre Fortbildung direkt im Alltag. Laden Sie sich jetzt praxisnahe Inhalte herunter:
📄 Präsentation: Praxisanleitung im Rettungsdienst gemäß § 3 NotSan-APrV (PDF)
- Gesamt Bewertung 98%
- Fachliches Niveau des Vortrags 100%
- Stil und Qualität des Vortrags 100%
Praxisanleiter im Rettungsdienst – Weiterbildung für mehr Qualität in der Ausbildung
Praxisanleiter*innen im Rettungsdienst spielen eine entscheidende Rolle: Sie sind das Bindeglied zwischen schulischer Ausbildung und praktischer Arbeit in der Lehrrettungswache. Ihre Aufgabe ist es, Auszubildende Schritt für Schritt an die eigenständige Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben heranzuführen, sie praktisch zu schulen und fachlich zu begleiten.
Hier erfahren Sie, warum die Weiterbildung zur Praxisanleitung im Rettungsdienst – etwa beim Refresher-Zentrum – so wichtig ist, wie sie aufgebaut ist und welche Kompetenzen Praxisanleitende erwerben. Er richtet sich an alle, die sich qualifizieren wollen, um Auszubildende im Rettungsdienst verantwortungsvoll und praxisnah anzuleiten.
1. Was macht ein Praxisanleiter im Rettungsdienst?
Eine *Praxisanleiterin Rettungsdienst* ist das wichtige Bindeglied zwischen schulischer Ausbildung und praktischer Ausbildung in der Lehrrettungswache.
Er oder sie begleitet Auszubildende während der gesamten Berufsausbildung zum Notfallsanitäter, vermittelt praktische Fähigkeiten und überprüft, ob die Lernziele erreicht werden.
Dabei geht es nicht nur darum, Wissen theoretisch zu vermitteln, sondern vor allem um das praktische Training im Rettungsdienstalltag. Praxisanleitende zeigen, wie man Einsätze vorbereitet, Patienten versorgt und mit der Technik in der Rettungswache umgeht.
Ihre Aufgabe ist es außerdem, die Handlungskompetenz der Lernenden zu fördern, sodass diese eigenständig und sicher im Einsatz handeln können.
2. Warum ist die Weiterbildung zur Praxisanleitung so wichtig?
Die Ausbildung im Rettungsdienst ist anspruchsvoll, nicht nur für die Auszubildenden, sondern auch für diejenigen, die sie anleiten.
Praxisanleiter*innen tragen Verantwortung dafür, dass die praktische Ausbildung strukturiert, fachlich korrekt und pädagogisch sinnvoll abläuft.
Die Weiterbildung richtet sich an erfahrene Notfallsanitäter mit mehrjähriger Berufserfahrung, die ihre Fähigkeiten erweitern wollen, um als Dozent und Mentor zu wirken.
Gut geschulte Praxisanleitende sind ein wichtiges Bindeglied zwischen schulischer Ausbildung und praktischer Umsetzung und damit unverzichtbar für die Qualität der Ausbildung.
3. Welche gesetzlichen Grundlagen gelten für Praxisanleitende?
Rechtsgrundlage ist das Notfallsanitätergesetz und die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter.
Gemäß § 3 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen müssen Praxisanleiter*innen die Auszubildenden schrittweise an die eigenständige Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben heranführen.
Auch die Notsan-APrV schreibt vor, dass Praxisanleitende über eine berufspädagogische Zusatzqualifikation verfügen müssen. Diese umfasst mindestens 300 berufspädagogische Unterrichtseinheiten und vermittelt sowohl theoretisch als auch praktisch alle Kompetenzen, die für eine qualifizierte Anleitung nötig sind.
4. Wie läuft die Weiterbildung für Praxisanleiter*innen ab?
Ein staatlich anerkannter Lehrgang zur Praxisanleitung im Rettungsdienst umfasst mindestens 300 Stunden und ist so gestaltet, dass er Theorie und Praxis verbindet.
Das Weiterbildungskonzept vieler Rettungsdienstschulen und Landesverbände sieht insgesamt 300 Unterrichtseinheiten vor, oft berufsbegleitend, damit die Teilnehmer weiterhin in der Rettungswache arbeiten können.
Die Weiterbildung umfasst Themen wie pädagogisch sinnvolle Unterrichtsgestaltung, Methoden und Techniken der Anleitung, rechtliche Grundlagen und die Zusammenarbeit mit der Schule.
Ziel ist es, die Teilnehmer zu qualifizieren, damit sie eigenständig Anleitungen durchführen und die Auszubildenden zur Abschlussprüfung begleiten können.
5. Welche Inhalte vermittelt ein modernes Weiterbildungskonzept?
Ein zeitgemäßes Weiterbildungskonzept für Praxisanleitende im Rettungsdienst enthält mehrere Bausteine:
- Berufspädagogische Grundlagen: Vermittlung von Wissen über Lernprozesse, Didaktik und Methodik.
- Handlungsorientierte Ausbildung: Förderung der beruflichen Handlungskompetenz der Auszubildenden.
- Rettungsdienstliche Fachthemen: Wiederholung und Vertiefung wichtiger medizinischer Inhalte.
- Prüfungsvorbereitung: gezielte Begleitung zur Abschlussprüfung.
Viele Anbieter setzen inzwischen auf E-Learning-Elemente, um Flexibilität zu ermöglichen. So können Praxisanleitende ihr Wissen schrittweise und ortsunabhängig vertiefen.
6. Wie profitieren Auszubildende von einer guten Praxisanleitung?
Eine gute Praxisanleitung bedeutet, dass Auszubildende nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch optimal auf ihren Beruf vorbereitet werden.
Die Praxisanleiter*innen helfen, die Lernziele zu erreichen und begleiten die Auszubildenden vom ersten Tag bis zur Abschlussprüfung. Die Praxisanleitenden sorgen dafür, dass die Auszubildenden die Verbindung zwischen schulischer Ausbildung und praktischer Umsetzung verstehen.
Dadurch steigt nicht nur die fachliche Sicherheit, sondern auch die Handlungskompetenz. Ein entscheidender Faktor im Rettungsdienst.
7. Welche Prüfungen und Nachweise sind erforderlich?
Um als Praxisanleiter*in im Rettungsdienst arbeiten zu dürfen, ist ein Nachweis über die absolvierte Weiterbildung notwendig.
Die Abschlussprüfung besteht in der Regel aus einem schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil. Prüfungsinhalte sind beispielsweise die Planung einer Anleitungssituation, die Durchführung und Reflexion sowie pädagogische und fachliche Fragen.
Mit dem erfolgreichen Bestehen erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das sie als anerkannter Praxisanleiter*innen ausweist.
8. Wie lässt sich die Weiterbildung berufsbegleitend absolvieren?
Die meisten Lehrgänge sind berufsbegleitend organisiert, damit Praxisanleitende ihre Tätigkeit in der Rettungswachefortsetzen können.
Oft wird eine Mischung aus Blockunterricht, E-Learning und Praxiseinheiten angeboten.
Das hat den Vorteil, dass das Gelernte praktisch sofort im Alltag umgesetzt werden kann. So wird die Kompetenzentwicklung nicht nur theoretisch vermittelt, sondern direkt angewendet.
9. Wie entwickelt man sich nach der Weiterbildung weiter?
Die Weiterbildung zur Praxisanleitung ist ein wichtiger Baustein der beruflichen Handlungskompetenz – aber kein Endpunkt.
Praxisanleitende sollten regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen, um ihre fachlichen und pädagogischen Fähigkeiten aktuell zu halten.
In den Bundesländern gilt eine jährliche Pflicht zur Fortbildung (z. B. mindestens 24 Stunden), um die Berechtigung zur Praxisanleitung zu behalten.
So bleibt die Qualität der praxisnahen Ausbildung dauerhaft hoch.